Was erwartet Sie, wenn Sie das erste Mal zu einer Rosen-Methode-Sitzung kommen?

Es  kann den Ersttermin erheblich erleichtern, wenn man eine ungefähre Ahnung hat, was auf einen zukommt.

Das Ankommen

Zunächst einmal heiße ich Sie herzlich willkommen.

Ich heiße Sie in meinem Praxisraum willkommen.
Der Praxisraum

Nachdem Sie Mantel und Schuhe in der Garderobe gelassen und sich Ihre Hände gründlich gewaschen haben, schlendern Sie gemütlich durch die Küche in den Hauptraum und suchen sich einen der beiden Sitzplätze aus.

Sie haben Gelegenheit, sich in Ruhe im Raum zu orientieren.

Dabei werden Sie entdecken, dass ich ein Faible für Reisen nach Afrika habe 🙂
Dieses Bild schmückt meine Wand.

Das erste Gespräch

Das Gespräch in der ersten Rosen-Methode-Stunde dauert in etwa 10 bis maximal 20 Minuten.

Anders als z.B. in der Psychotherapie erfrage ich nicht Ihre gesamte Biographie.
(hier lesen Sie einen Artikel zum Thema Unterschied Rosen-Methode zur Psychotherapie)

Nehmen Sie mir gegenüber Platz 🙂

Was mich v.a. interessiert ist

  • Was führt Sie zu mir? Was kann ich für Sie tun?
  • Welche Form der Unterstützung haben Sie, wenn es Ihnen nicht gut geht?
  • Waren bzw. sind Sie in Psychotherapie? Diese Frage ist mir besonders wichtig, da meine angewandten Methoden kein Ersatz für Psychotherapie sind. Bei psychischen Erkrankungen braucht es unbedingt Menschen, die autorisiert sind, mit psychischen Krankheiten zu arbeiten, wie z.B. PsychotherapeutInnen. Hier kann meine Arbeit maximal eine Ergänzung sein, in Absprache z.B. mit Ihrer/m Psychotherapeut/in.
  • Haben Sie psychische Beschwerden? (z.B. Angstzustände, Schlaflosigkeit)
  • Haben Sie körperliche Beschwerden?
  • Hatten Sie schon mal einen Bandscheibenvorfall?
  • Gibt es etwas, das ich über Sie wissen muss, wenn ich mit Ihnen arbeite?

Bei diesem Gespräch bekommen Sie natürlich die Gelegenheit, mir Fragen zu stellen. Sie dürfen mich gerne näher kennenlernen, bevor sie sich (sprichwörtlich) in meine Hände begeben.

Der „Ortswechsel“

Nach dem Gespräch bitte ich Sie, Ihre Kleidung abzulegen. Während Sie das tun, verlasse ich den Raum, damit Sie Ihre Privatsphäre haben.

Sie behalten Ihre Unterhose an und bei kalten Füßen auch Ihre Socken.

Sie legen sich auf den Bauch auf meine elektrisch verstellbare Liege unter das Leintuch bzw. die Decke.

Wenn Sie bereit sind, rufen Sie mich und ich komme wieder zu Ihnen.

Falls Ihnen kalt ist, schalte ich die Heizdecke an für Sie. Dann schauen wir gemeinsam, was Sie brauchen, um bequem liegen zu können. So mancher Polster kann den Komfort enorm erhöhen.

Die Rosen-Methode Sitzung

Sie liegen nun auf dem Bauch und sind mit einem Leintuch und / oder einer Decke zugedeckt.

Die Begrüßung

Ich lege meine Hände auf Ihren Rücken und sage quasi „hallo“ zu ihm und vielleicht begrüßen wir auf diese Art auch noch Ihre Beine. Diese Zeit ermöglicht uns beiden das Ankommen.

Das gemeinsame Erkunden

Meistens beginne ich mit Ihrem Rücken zu arbeiten, manchmal aber auch mit Ihren Beinen.

Ich frage Sie, ob es OK ist, Ihren Rücken bzw. Ihre Beine abzudecken, damit ich meine Hände darauf legen kann.

Falls das der direkte Hautkontakt nicht OK sein sollte, bleiben Sie bedeckt.

Ihr Wohlbefinden und Ihr Gefühl der Sicherheit haben immer oberste Priorität.

Deshalb bitte ich Sie auch, mir jederzeit sofort Bescheid zu sagen, wenn irgendetwas unangenehm sein oder Ihnen nicht passen sollte.

Nun liegen meine Hände auf Ihrer Haut z.B. am Rücken. Es ist wie ein nonverbales Gespräch zwischen Ihrem Körper und meinen Händen.

Das Bewusst-Werden

Durch die direkte Berührung Ihrer Haut komme ich in Kontakt mit Ihren Muskeln und Ihren Anspannungen.

Manchmal drücke ich sanft in das Muskelgewebe, manchmal bewege ich den Muskel behutsam hin und her, manchmal liegen meine Hände einfach nur lauschend auf dem Muskel.

Dazu kommt die verbale Komponente: Manchmal stelle ich Ihnen meine Wahrnehmungen zur Verfügung. Diese kann Ihnen helfen, Ihre Aufmerksamkeit in Ihren Körper zu lenken.

Oder ich stelle Ihnen eine Frage. Auf die können Sie antworten, müssen aber nicht.
Manchmal erzählen Sie mir etwas, das mit Ihrer Wahrnehmung im Körper zusammenhängt.

Dadurch lernen wir gemeinsam das Muster Ihrer Verspannung näher kennen, Sie werden sich Ihrer bewusst.

Nur wenn etwas in unserem Bewusstsein ist, können wir dies eines Tages loslassen oder ändern oder einen anderen Umgang damit finden.

Dieser Prozess dauert allerdings seine Zeit, denn unsre Muster haben wir über Jahre gewonnen und sie haben einen wichtigen Job erfüllt. Deswegen können wir sie nicht einfach rasch über Bord werfen.

Manchmal landen wir nun bei einem Thema und das eine oder andere Gefühl taucht auf, manchmal bleiben wir einfach beim Erkunden Ihrer Körperempfindungen. Es gibt hier kein richtig und kein falsch, kein besser und kein schlechter, keinen Erfolg im eigentlichen Sinn.

Wir gehen Ihr Tempo, entlang Ihrer Möglichkeiten.

Wir wollen nichts forcieren, nichts aufbrechen und keine Grenzen überschreiten. Das tun wir viel zu oft im Leben.

Was wir wollen ist Sie kennenlernen und alles, was sich zeigen mag, in Liebe annehmen. Oft bewegt genau diese Haltung die Muster.

Nach spätestens nach 2/3 der Zeit bitte ich Sie, sich langsam auf den Rücken zu drehen und wir beginnen, Ihre Körpervorderseite kennenzulernen.

Selbstverständlich ist Ihre Brust zu jeder Zeit mit einem Tuch bedeckt. Ihr Unterkörper ist weiterhin mit der Decke / dem Leintuch bedeckt. Falls Sie möchten, dass auch Ihr Bauch und Ihre Schultern bedeckt sind, komme ich Ihren Wunsch gerne nach.

An der Körpervorderseite arbeite ich oft mit dem Zwerchfell, ein wichtiger Muskel für die Atmung. Wir können aber auch an Schultern, Hals, Kopf arbeiten.

Der Körper bietet viele Möglichkeiten.

Das Video der schwedischen Rosen-Schule zeigt sehr gut die Qualität der Rosen-Berührung:

Das Abschied nehmen

Ca. 5 Minuten vor Ende der Sitzung gebe ich Ihnen Bescheid, dass wir nun noch ein paar Minuten übrig haben.

Bevor ich meine Hände von Ihrem Körper nehme, kündige ich das an.

Dann verlasse ich den Raum, damit Sie sich in Ruhe wieder anziehen können.

Wenn Sie fertig sind, kommen Sie zu mir heraus in die Küche.

Zahlen und neuen Termin vereinbaren

Nachgespräch gibt es in der Rosen-Methode keines, da bereits alles während der Stunde gesagt wird.

Ich bitte Sie zu zahlen und falls Sie möchten, können wir uns gerne einen neuen Termin ausmachen.

Sie können aber auch die Stunde erstmal sacken lassen und sich später entscheiden, ob Sie wieder kommen möchten.

Von mir gibt es keine Vorgaben, da ich davon ausgehe, dass Sie spüren können, wenn etwas für Sie unterstützend wirkt.

Die zweite Sitzung

Der zweite Termin läuft ein bisschen anders ab:

Ich bitte Sie in den Praxisraum und lasse Sie alleine, damit Sie sich in Ruhe auf die Liege legen können.

Natürlich frage ich Sie, wie es Ihnen geht, aber das mache ich mit meinen Händen in Verbindung mit Ihrem Körper.

Ich achte darauf, dass Sie mit Ihrem Körper in Verbindung bleiben, während Sie etwas erzählen. Manchmal kann das bedeuten, dass ich Sie bitte, eine Pause einzulegen, bevor Sie weiter erzählen.

Ansonsten läuft die Stunde so ab, wie oben beschrieben.

Sind Sie neugierig geworden?

Ich freue mich darauf, Sie in meiner Praxis in 1090 Wien begrüßen zu dürfen.

Weiterlesen

Hier können Sie mehr über die Körperarbeit nach Marion Rosen lesen

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