Heißt Selbstliebe, sich im Bikini zu zeigen?

Das Wort Bodyshaming kursiert vermehrt in den Sozialen Medien und das ist gut so.

Wir dürfen erkennen: Schönheit hat viele Facetten. Daher ist es wichtig, echte Körper sichtbar zu machen und zu zeigen, dass viele Menschen mit sich selbst hadern, egal welche Körperform sie haben.

Heißt Selbstliebe, sich auf sozialen Medien im Bikini zu zeigen?

Ich war daher sehr beglückt, als das Body-Positivity-Movement aufkam. Schönheit heißt nicht Perfektion und schon gar nicht Laufstegmaße. Viele mutige Frauen zeigten sich, wie sie waren, ich empfand das als wohltuend und realitätsnahe.

Mit der Zeit begann mich bei manchen Auftritten in den sozialen Medien allerdings etwas zu stören, nämlich dass wieder unzählige Happy Faces auftauchten, nur dass die Botschaft: „ich-bin-so-happy-mit-mir-und-meinem-Körper“ ergänzt wurde mit „und-das-obwohl-ich-Zullulite-habe“. Oft konnte ich das warme Gefühl der Selbstliebe nicht spüren. Aber vielleicht irrt meine Wahrnehmung, das ist natürlich auch möglich.

Jedenfalls begann ich mich zu fragen: Muss man sich der ganzen Welt immer wieder in Bikini präsentieren, nur um zu zeigen, wie sehr man sich selbst liebt?

Dann tauchten unzählige Fotos auf den sozialen Medien auf, wo vermeintliche Makeln eingekringelt wurden, immer mit Hinweisen wie: „Schau, auch ich habe Makel, ich liebe mich dennoch“.

Ich frage mich: Sollte es nicht einfach nur heißen: Ich darf so sein, wie ich bin? Mit allem, was ich bin?

Und: Heißt Selbstliebe, dass ich öffentlich auf vermeintlichen Makel meines Körpers hinweisen muss?

Heißt Selbstliebe nicht eher, dass ich mich auf Fotos von meinen Schokoladenseiten präsentieren darf? Damit meine ich keine Retusche, sondern vorteilhaftes Posing, schicke Kleidung etc.

Sehr interessant dazu ist auch die Ansicht von Mayim Bialik dazu (Video ist auf Englisch):

Ihre Hauptaussage ist: „Getting naked is not the only way to feel empowered as a beautiful person.“

Von mir gibt es kein Bikini Foto

Muss ich meinen Körper in den sozialen Netzwerken öffentlich machen um zu beweisen, dass ich mich liebe? Nein, muss ich nicht.

Ich habe mich auch sehr bewusst dazu entschlossen, keine vorher-nachher Fotos zu veröffentlichen, meine Überlegungen dazu kannst du hier nachlesen: https://aivilo.at/2018/07/16/olivia-wollinger-vorher-nachher/

Für mich war klar: Von mir wird es kein Foto im Bikini geben.

Auf diesem Bild trage ich übrigens das Self Love Club T-Shirt von I love Spa

Doch dann kam der Self Love Sunday

Doch dann stieß ich auf den Self Love Sunday von Jennifer Ospelt …

Der Self Love Sunday zeigt sehr deutlich, dass niemand frei ist von Unsicherheiten und Zweifeln. Sehr dünne oder athletische Menschen struggeln genauso wie dicke Menschen. Die Lösung kann also nicht darin liegen, 10 Kilo abzunehmen.

Es gibt Körper in allen Größen, Formen und Farben und das ist gut und richtig so. Ihr dürft schon heute anfangen, glücklich zu sein. Denn ihr seid gut und richtig genau so, wie ihr seid. Lasst euch von den ganzen Frauenmagazinen und Instagram Sternchen nichts anderes erzählen.

… und änderte meine Meinung.

Selflove Sunday

Ich änderte meine Meinung

Ich bin beeindruckt, wie Menschen im Zuge des Self Love Sundays ihre Fotos und Geschichten teilen, nämlich mutig, ehrlich, mit wohltuender Selbstliebe und vor allem ohne inszenierte Selbstdarstellung. Die Fotos werden nicht benutzt um irgendetwas zu beweisen, z.B. den Grad der Selbstliebe oder den Erfolg eines Programms. Sie sind einfach Teil des Ganzen, Teil des Lebensweges. Ganz natürlich. „Das bin ich. Nicht mehr und nicht weniger.“

Dieses Projekt wollte ich unterstützen. Ich mache mit, weil ich es wichtig finde, ehrliche Geschichten zu teilen. Weil ich es wichtig finde, dass wir alle erkennen, dass Perfektionismus nicht nötig ist, um ein gutes Leben zu führen. Weil ich ein Zeichen gegen den Retusche-Wahn setzen möchte. Weil ich erkannte, dass ich ich bin, egal ob im Wintermantel oder im Bikini. Und weil ich möchte, dass der „Self Love Sunday“ noch lange weiterlebt.

Da ich möchte, dass mein Bikini-Foto und mein sehr persönlicher Text dazu im Kontext des Self Love Sundays bleiben, habe ich mich entschlossen,  beides nur dort zu veröffentlichen. Denn es gibt dort so viele mutige, berührende Geschichten und meine ist nur eine davon.

Hier ist der Link dazu, es lohnt sich, ihn anzuklicken:

https://ilovespa.de/selflove-sunday/

Der Self Love Sunday braucht deine Unterstützung

Damit das Projekt noch lange läuft, braucht Jenny mutige Menschen, die mitmachen möchten.

Also, wie wäre es?

Möchtest du dich zeigen, so wie du bist und deine Geschichte teilen um anderen die Gewissheit zu schenken: „Du bist nicht alleine“.

Wichtig bei alldem ist es, in der Selbstliebe zu bleiben. Also bei einem solchen Projekt nur dann mitzumachen, wenn es sich für dich wirklich stimmig anfühlt.

Die sogenannte Komfortzone zu überschreiten kann manchmal gut sein für die Entwicklung, aber wenn du dich zu sehr in Herausforderungen pusht ist das Selbstverletzung und damit das Gegenteil von Selbstliebe.

Denn die liebe Selbstliebe ist es doch, worum es hier geht 🙂

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